Archiv der Kategorie: Wissenswertes

Bewiesen: Erhöhtes Sterberisiko bei Menschen mit dickem Bauch

Eine Langzeitstudie mit über 100.000 Frauen und Männern über 50 Jahren brachte jetzt die Erkenntnis, dass ein zu dicker Bauch das Risiko eines frühen Todes beeinflusst.

Wie RP-Online unter Berufung auf der Studie der Amerikanischen Krebsgesellschaft berichtet, starben in den neun Jahren der Studien-Laufzeit 15.000 Teilnehmer. Demnach wird das Risiko eines frühen Todes bei einem Bauchumfang von 120 Zentimetern (bei Männern) beziehungsweise 110 Zentimetern (bei Frauen) verdoppelt. Der BMI (Body-Mass-Index) spielte bei allen Teilnehmern keine Rolle. Sowohl schwer- als auch normalgewichtige Teilnehmer starben. Die Forscher berichten weiter, dass die Gefahr in den Fettpolstern des Bauchraumes liegt. Dieses sei schädlicher als das Fett direkt unter der Haut.

Heidelberger Augenspezialistin geehrt

Die weltweit größte Studie zur Erkrankung der Regenbogenhaut im Auge bei Kindern, hat jetzt Dr. Frederike Mackensen an der Universitätsaugenklinik Heidelberg abgeschlossen. Für ihre Arbeit wurde sie mit dem Publikationspreis für grundlegende klinische Arbeiten ausgezeichnet. In einer, Informationen von zehn Jahren umfassenden Studie, hat Dr. Mackensen die Daten von über 500 erkrankten Kindern ausgewertet und dadurch die am besten funktionierenden Therapien isolieren können. Circa zehn Prozent aller Kinder und Jugendlichen sind von dieser schweren Augenerkrankung betroffen, die zu einer starken Einschränkung der Sehkraft, bis hin zur Erblindung führen kann. Besonders die häufigen Rückfälle sind eine hohe Gefahr, weil dabei die Entzündung oft auf umliegende Gewebeteile übergreift und diese dauerhaft schädigen. Die Ursache dieser Erkrankung liegt oft in einer Störung des Immunsystems, weshalb vor allem eine enge Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Disziplinen bei der Vorbeugung wichtig ist.

Welche Versicherungen benötige ich wirklich?

Zu den wichtigsten und dabei oft unterschätzten Entscheidungen, gehört die finanzielle Absicherung der Familie. Es ist ein wesentlicher Teil jedes Menschen, sich so lange er jung ist für unverwundbar zu halten. Doch das kann sich rächen. Spätestens wenn darüber nachgedacht wird eine Familie zu gründen, sollte auch eine Absicherung für Notfälle eingeplant werden. Dabei gilt als Grundregel, dass erst die Existenzbedrohenden Risiken abgesichert werden müssen. Dazu zählt, auch für Singles, zu allererst eine Privathaftpflichtversicherung. Diese ist in der Regel für wenige Euro im Monat zu bekommen und verhindert, dass durch einen dummen Unfall, der Jedem passieren kann, lebenslange Entschädigungszahlungen zu leisten sind.

Trägt man die Verantwortung für eine Familie, gehört auch eine Risikolebensversicherung, die ohne Kapitalbildung ebenfalls nicht teuer ist, dazu. Auch wenn sich Niemand gern mit dem eigenen Ableben beschäftigt, die Möglichkeit einfach zu verdrängen, kann Folgen nach sich ziehen, die gerade für die eigenen Kinder, kein Elternteil wünscht.

Vordruck für vermögenswirksame Leistungen selber erstellen

Ohne ein ordentliches Maß an Bürokratie, funktioniert in Deutschland nichts. Das trifft natürlich besonders für alle finanziellen Angelegenheiten zu. Doch wer im Alter nicht auf Trocken-Brot herum kauen möchte, muss sich durch alle, mehr oder weniger nötigen Formulare kämpfen. Vergangene Woche hat das Bundesfinanzministerium das Muster für die Bescheinigung, der in diesem Jahr angelegten vermögenswirksamen Leistungen veröffentlicht. Der Vordruck kann auch auf dem PC selber erstellt werden, muss aber den vorgegebenen Richtlinien genügen.

Als da wären:

  • keine Hintergrundfarben
  • keine Erläuterungstexte oder „Kammboxen“ in den Datenfeldern
  • keine Schriftarten, die die Lesbarkeit verringern
  • keinerlei zusätzliche Inhalte oder Erklärungsversuche
  • Schriftgröße 12p, außer der Platz reicht nicht aus

Handschriftlich unterzeichnen, muss man die maschinell erstellten Bescheinigungen nicht mehr.

Rente: Immer noch kein vereinigtes Deutschland

In dieser Legislaturperiode sollte zwischen Ost- und Westdeutschland eine Rentenanpassung erfolgen. Doch nach zwei Jahrzehnten ist dies in den Augen der Schwarz-Gelben Regierung immer noch „sehr komplex“. Eine gerechte Lösung erfordere „Sorgfalt und Sensibilität“ und sei „kurzfristig auch nicht zu erwarten„, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion.

Bei dem Vergleich der Gehälter dürfte es auch die Kritiker überzeugen, die sich unverständlich sehen, dass eine Rentenanpassung wirklich nicht sehr einfach ist. Im Jahr 2009 erhalten die Angestellten und Arbeiter in den alten Bundesländern rund ein fünftel mehr, als in den neuen Bundesländern. Während Westdeutschland mit 103 Prozent über dem gesamtdeutschen Schnitt landete, kam der Osten lediglich auf einen Wert von 82 Prozent. In Zahlen gesehen liegt der Unterschied bei gut 5.800 Euro im Jahr. (Bruttojahresdurchschnittsgehalt West: 28.500 Euro, Ost: 22.700 Euro) Selbst zwischen dem ärmsten westdeutschen und dem reichsten ostdeutschen Bundesland gibt es Unterschiede. In Schleswig-Holstein liegt der Durchschnitt bei 25.300 Euro im Jahr und in Sachsen sind es rund 22.800 Euro.

Um eine Rentenanpassung vorzunehmen sollte somit erst eine Lohn- und Gehaltsanpassung erfolgen. Nach einem anfänglich schnellen Aufholprozess bei den Löhnen im Osten hat sich dieser seit Mitte der 90er Jahre deutlich verlangsamt. Der Linken-Bundestagsabgeordnete Matthias Birkwald fordert daher die Bundesregierung auf, die Verbesserung der Einkommen im Osten mit Hilfe von flächendeckenden gesetzlichen Mindeslöhnen zu fördern. Die Bundesregierung hat hier auf jeden Fall noch eine Menge Arbeit vor sich, denn auch die Mieten und Lebensmittel sind in den neuen Bundesländern zum Teil deutlich günstiger, als in Westdeutschland. Doch was in über 20 Jahren falsch lief, kann nicht über Nacht in die richtigen Bahnen gelenkt werden, sondern benötigt schon, wie die Regierung sich rechtfertigt, etwas Zeit, um nicht wieder ungerecht gegenüber Ost oder West zu sein.