Archiv der Kategorie: Wissenswertes

Die Ampel-Kennzeichnung kommt

Es ist ein langer Kampf gegen die Lebensmittellobby, die gerade in Deutschland immer wieder das Einknicken von Politikern hervorbrachte. Die Lebensmittelschützer von Foodwatch versuchen seit Jahren die Ampel-Kennzeichnung in Deutschland einzuführen, immer wieder gab es Rückschläge, da die zuständigen Politiker nicht gegen die großen Lebensmittelkonzerne ankamen. Nun will das EU-Parlament am heutigen Mittwoch die Entscheidung über eine klare und deutliche Kennzeichnung von Lebensmitteln entscheiden.

Der Grund einer derartigen Reform in der Lebensmittelindustrie liegt auf der Hand – Fettleibigkeit und Krankheiten, die auf dem zu hohen Verzehr von Kohlenhydraten basieren nehmen in der ganzen westlichen Welt zu. Die Verbraucher können oftmals nicht einsehen, welcher „Fett-Falle“ sie auf dem Leib gegangen sind. Das Prinzip ist einfach und bekannt, bei Grün gehen und bei Rot stehen bleiben. So lernen es bereits Kinder beim Überqueren der Ampel. Verbraucher werden zukünftig, sofern das Gesetz durchgesetzt wird, in der gleichen Art vor dem Kühlregal im Supermarkt stehen. Auf einen Blick ist dann zu erkennen, wie viel Fett und Zucker ein Produkt enthält und ob der Verzehr sorglos erfolgen kann (grün) oder ob der Verzicht die bessere Alternative sei (rot).

Gesetzesänderungen bedürfen einem großen Zeitaufwand bis zur Umsetzung, so auch in diesem Fall. Bis die Ampel-Kennzeichung auf den Produkten im Supermarkt zu sehen ist, müssen noch viele Anträge durch das Parlament gehen – heißt für uns – Abwarten und (zuckerfreien) Tee trinken!

Im Durchschnitt gibt es 699 Euro Elterngeld pro Monat

Das Statistische Bundesamt (Destatis) teilt am Donnerstag mit, dass Eltern, die im ersten Quartal des Jahres Elterngeld beantragten, einen durchschnittlichen Anspruch von 699,- Euro Elterngeld. Der Unterschied bei Frauen und Männern war über 300,- Euro groß. So erhielten Männer durchschnittlich 967 Euro zugesprochen und Frauen hatten einen Anspruch auf 632 Euro.

Über 80 Prozent der Väter waren laut Destatis vor der Geburt der Kinder erwerbstätig, demgegenüber nur 58 Prozent der Frauen. Als Grundlast gilt ein Elterngeldanspruch von 300,- Euro für Eltern, die vor der Geburt ihres Kindes keinem Erwerb nachgingen. Eine positive Nachricht in der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes ist die Tatsache, dass bereits 20 Prozent der Männer Leistungsbezüge beantragten. Absolut waren es im ersten Quartal des Jahres 38.000 Männer, wohingegen 151.000 Frauen Elterngeld beantragten.

Schwermetall Cadmium bei McDonalds – Rückruf

Die Fast-Food-Kette McDonalds wollte mit einer „gesunden“ Aktion Kinder dazu animieren, Kids-Menüs zu kaufen, bei denen die Burger und Pommes mit Früchten oder Gemüse und auch fettarmer Milch ergänzt werden. Gelockt wurden die Kinder mit Trinkbechern, auf denen Motive vom Zeichentrick-Film „Shrek“ abgebildet waren.

Die Aktion ging aber nach hinten los, da die Farben auf den Gläsern mit dem krebserregenden Schwermetall Cadmium versehen waren, wie die US-Produktsicherheitskomission CPSC feststellte. Die Gläser wurden für zwei Dollar je Stück verkauft – der Rückruf von McDonalds betrifft rund zwölf Millionen Trinkbecher.

Die Gesundheit kann vor allem bei Kindern geschädigt werden, wenn diese die Farbe an die Finger bekommt und diese dann in den Mund gelangen kann.

Der Verkauf der Trinkgläser war auch für Europa vorgesehen, in Deutschland sind diese Gläser nicht ins Programm aufgenommen worden.

Autismus ist frühzeitig erkennbar

Wenn sich die aktuellen Studien bestätigen lassen, kann Autismus bei Kindern in Zukunft frühzeitig, durch einen einfachen Urintest festgestellt werden. Autismus ist eine schwere, angeborene Krankheit, durch die die Wahrnehmung und Informationsverarbeitung des Gehirns gestört wird. Obwohl viele der Erkrankten normal intelligent sind, haben sie Schwierigkeiten, die Informationsflut der wir ständig ausgesetzt sind richtig zu erfassen und zu verarbeiten. Das führt zu einer großen Beeinträchtigung der Kommunikation und damit des Sozialverhaltens.

Jetzt haben Forscher herausgefunden, dass bei allen untersuchten betroffenen Kindern, chemische Gemeinsamkeiten im Urin nachweisbar sind. Urinproben von 110 Kinder im Alter von drei bis neun Jahren wurden untersucht und verglichen. 67 von ihnen, litten entweder selbst unter Autismus, oder hatten einen Bruder oder eine Schwester mit Autismus. 34 Kinder waren weder selbst krank, noch familiär betroffen. In den Proben der autistischen Kinder wurde ein erhöhter Taurin-Wert und eine ähnliche Zusammensetzung von Stoffwechselprodukten gefunden, die weder in der gesunden Vergleichsgruppe, noch bei dem jeweis gesundem Geschwisterkind vorhanden war. In wie weit der veränderte Stoffwechsel im Zusammenhang mit der Krankheit steht, konnten die Wissenschaftler bisher noch nicht fest stellen. Sie vermuten aber, dass es neben genetischen, auch soziologische Ursachen gibt. Zeigen aber weitere, umfangreichere Studien die selben Ergebnisse, kann in Zukunft frühzeitig Autismus diagnostiziert werden. Je früher mit der Verhaltenstherapie begonnen wird, um so erfolgreicher ist sie auch, da der durch die Krankheit bedingte Stress, auch als Verstärker der Krankheit wirkt.

Missbildungen durch Schwangerschaftstest

Ein Schwangerschaftstest, den die Firma Schering in den siebziger Jahren auf den Markt brachte, soll schwere Schäden an den Embryos verursacht haben. Bisher wurde in allen diesbezüglichen Prozessen kein Zusammenhang ermittelt. Jetzt klagt ein Geschädigter direkt gegen die Firma Bayer, die 2006 die Firma Schering übernommen hatte. Bei dem Medikament Duogynon handelt es sich um ein Hormonpräparat, das auch zur Bestimmung einer vorliegenden Schwangerschaft verwendet wurde. Frauen die dieses Mittel einnahmen, brachten häufiger Kinder mit Wasserkopf, offenem Rücken oder Bauch und schweren Missbildungen der inneren Organe zur Welt. Eine erneute Klage hat jedoch nur eine Chance auf Erfolg, wenn ein bestehender Zusammenhang zwischen Einnahme des Medikamentes und der Schäden, glaubhaft nachgewiesen werden kann.