Reiserücktrittsversicherung auch bei Last-Minute-Angeboten sinnvoll

Kurzfristige Urlaubsplanung wird in Deutschland immer beliebter. Einer Umfrage der Gfk zufolge, werden aktuell schon 63 Prozent aller Reisen spontan entschieden und gebucht – mit steigender Tendenz. Den Grund dafür sehen die Analysten vor allem in der stärkeren beruflichen Anspannung vieler Menschen, die es ihnen erschwert, langfristig im Voraus zu planen. Dem haben sich die Tourismus-Anbieter angepasst und so ist auch der Umfang der Last-Minute-Angebote erheblich gewachsen. Allerdings können gerade die sogenannten Schnäppchen richtig teuer werden, wenn aufgrund von Krankheit, Unfall oder einer unerwarteten Arbeitsbelastung, die Reise nicht angetreten werden kann. In diesem Fall hilft nur eine vorher abgeschlossene Reiseversicherung. Dabei ist jedoch zu beachten, dass gerade bei kurzfristig geplanten Trips für Reiserücktrittsversicherungen andere Fristen gelten. So muss normalerweise eine solche Versicherung mindestens zwei Wochen vor dem geplanten Reisebeginn abgeschlossen worden sein. Wird ein Urlaub noch kurzfristiger geplant, sollte man sich also vorab gezielt einen Versicherer suchen, der explizit auch dafür einen Reiseversicherungsschutz anbietet. „Gerade bei Familienurlauben wird schnell mal ein Kind krank und man kann den Ferien-Aufenthalt nicht mehr fortsetzen“, erklärt der Geschäftsführer des Online-Reiseversicherungsportals Travelprotect.de, Jan Roehrle. „Eine Zusatzversicherung übernimmt in solchen Fällen die Kosten.“ Wer häufiger verreist, oder häufiger Last-Minute-Angebote nutzt, für den lohnt sich unter Umständen auch eine Jahresversicherung. Maßgeblich für die Entscheidung für oder gegen eine solche Reiserücktrittsversicherung ist immer, ob die eventuellen Verluste eine Größenordnung erreichen, die man lieber abgedeckt haben möchte.

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