„Hochwasser-Versicherung“ auch bei geringer Gefahr

Wie wichtig eine ausreichende Versicherung ist, musste jetzt erneut, zum zweiten Mal innerhalb des letzten Jahrzehnts, die Bevölkerung der Hochwassergebiete erkennen. Im Gegensatz zum letzten Hochwasser bei der Elbe-Flut 2002, waren viele Bewohner der gefährdeten Ortschaften diesmal darauf vorbereitet. Auf rund zwei Milliarden Euro, schätzen die Versicherer die entstandenen und versicherten Schäden durch das Hochwasser. Vor elf Jahren lag die Schadenshöhe noch bei 1,8 Milliarden Euro. Etwa 30.000 Schäden mehr als damals, wurden inzwischen bei den Versicherungen gemeldet. Allerdings ist der größere Teil der entstandenen Schäden, trotz der Erfahrungen, nicht versichert gewesen. Wie der GDV-Präsident Alexander Erdland erläutert, sind in ganz Deutschland erst 32 Prozent aller Häuser gegen Naturgefahren versichert. Vor allem Menschen die etwas weiter entfernt von größeren Flüssen leben, unterschätzen oftmals die Gefahr und werden entsprechend schwer von einer Naturkatastrophe getroffen. Aufgrund der Klimaänderung werden sich in Zukunft auch in scheinbar sicheren Gebieten, Naturkatastrophen häufen, weshalb Sparsamkeit an dieser Stelle sehr teuer werden kann.

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