Wirtschaft soll sich im Kita-Ausbau beteiligen

Da sie mit dem staatlichen Aufbau der bis zum Sommer 2013 notwendigen Krippenplätze nicht hinterher kommt, kritisiert die Familienministerin Kristina Schröder jetzt die Wirtschaft, die sich vor ihrer Mitverantwortung drücke. Schröder: „Wenn die Wirtschaft von den Vorteilen einer flächendeckenden Kinderbetreuung profitieren will, muss sie sich schon aus Eigennutz stärker als bisher am Ausbau der Betreuungsplätze beteiligen“. Eine sinnlose Kritik, ist es doch die Aufgabe der Politik, die rechtlichen Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Soziales zu schaffen. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hatte die Pläne der Ministerin, Arbeitgeber stärker in die Pflicht zu nehmen, zurückgewiesen und die Schaffung neuer Kita-Plätze als „vorrangig staatliche Aufgabe“ bezeichnet. Im gleichen Interview kritisierte der Arbeitgeberpräsident seinerseits die Pläne der Koalitionsregierung für ein Betreuungsgeld, dass Eltern erhalten, die auf einen Kindergartenplatz verzichten, als „grundverkehrt“ und „falschen Anreiz“, sowie finanziell „nicht zu verantworten“. Damit geht er zwar mit der Meinung vieler Experten konform, allerdings ist es wiederum nicht seine Aufgabe als Arbeitgeberpräsident, sich in die Regierungspläne für „vorrangig staatliche Aufgaben“ einzumischen.

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