Medikamente: Wechselwirkungen oft unterschätzt

Seit Jahrzehnten steigt der Konsum von Medikamenten in Deutschland. Ärzteverbände und Krankenversicherungen warnen vor den Gefahren von Wechselwirkungen verschiedener Wirkstoffe. Diese werden von Patienten immer wieder unterschätzt. Eine diesbezügliche Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) ergab, dass jede sechste Arzneimitteleinnahme das Risiko schwerer Wechselwirkungen birgt. Vor allem ältere Menschen, die dauerhaft mehrere Medikamente einnehmen müssen, leiden oft unter den Folgen unerwünschter Verbindungen verschiedener Wirkstoffe. Nicht nur fehlende Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten führt oft zur Verschreibung nicht kompatibler Medikamente. Auch wissen Ärzte oftmals nicht, welche Wechselwirkungen die von ihnen verordneten Arzneimittelkombinationen verursachen können. In 3,5 Prozent der rezeptierten Mittel ist mit „schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen“ zu rechnen. Deshalb ist es unumgänglich, dass Patienten ihre Eigenverantwortung wahrnehmen, sich stets die Packungsbeilage ihrer Medikamente genau durchlesen und auch bei geringfügigen Anzeichen gesundheitlicher Probleme, die mit der Einnahme neuer Arzneimittel zusammen hängen können, sofort ihren Arzt konsultieren, damit er eventuell gefährliche Wechselwirkungen erkennen, bzw. ausschließen kann.

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