Kirche verlangt höhere Selbstbeteiligung von gesetzlich Krankenversicherten

Bischof Robert Zollitsch hat in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz eine höhere Selbstbeteiligung von gesetzlich Krankenversicherten und damit eine Einschränkung der Leistungen gefordert. Aufgrund der Finanzprobleme der gesetzlichen Krankenkassen, sei dies; „im Rahmen individuell tragbarer und beeinflussbarer Risiken wohl unumgänglich [ ], wenn die Solidargemeinschaft bei knapper werdenden Ressourcen vom Einzelnen nicht tragbare Leistungen garantieren soll. Wir brauchen eine ehrliche Auseinandersetzung mit der Frage, was ethisch verantwortungsvoll, gerecht und kostenbewusst ist.“ Warum wohl, fragen sich sicher eine Menge Menschen, interessiert es die Kirche, wie sich die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren. „Was ethisch verantwortlich ist“, dürfte die korrekte Antwort darauf sein. Denn was ein Bischof Zollitsch als Religionsvertreter für Ethik hält, ist eine alte, überflüssige und trotzdem noch immer von den Kirchen vertretende Moral, die lediglich auf Gottgläubigkeit beruht und nicht auf ein optimales Ergebnis für Mensch und Gesellschaft ausgerichtet ist. Und so wird es wohl nicht lange dauern, bis Zollitsch uns erzählt, dass für Schwangerschaftsabbruch oder Präimplantationsdiagnostik nicht die „Solidargemeinschaft“ zahlen sollte.

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