Europäisches Parlament beugt sich der Lebensmittel-Lobby

Wie bereits berichtet stimmte das europäische Parlament am Mittwoch darüber ab, ob eine Ampel-Kennzeichnung für Lebensmittel in ganz Europa eingeführt werden soll. Es wäre ein ganz einfaches Verfahren, bei dem der Verbraucher nicht mehr über Inhaltsstoffe in Fertiggerichten und sonstigen „Fett-Fallen“ nachdenken muss, sondern wo ihm die Verpackung schon verrät, dass das Produkt nicht so gut ist, wie es die hübschen Bilder auf der Verpackung suggerieren.

Das Votum zur Nährwerttabelle bei Lebensmitteln ist jedoch vom EU-Parlament abgelehnt worden. Die Lebensmittelindustrie um Kraft Foods, Nestlé und Co. hat ganze Arbeit geleistet, um die für den Bürger einfach zu verstehende Ampel-Kennzeichnung abzuwenden. Laut Foodwatch gaben die Industrie-Riesen ein Milliarde Euro aus, um gegen eine Einführung der Ampel mobil zu machen. Die Lobbyisten führte selbst das System „Guideline Daily Amount“ (GDA) ein. Auf diesen Tabellen stehen Prozentangaben, die jedoch den Eindruck erwecken, dass es sich dabei um die Menge des Inhaltes bei zum Beispiel Zucker handelt. Richtig ist jedoch, dass die Prozentangaben zeigen, wie viel Prozent der empfohlenen täglichen Menge mit dem Produkt eingenommen werden. Einfach geht anders!

Die Abstimmung im europäischen Parlament zeigt eindeutig, dass es selbst auf Europaebene nicht darum geht Politik für die Bürger zu machen, sondern sich der Industrie zu beugen. Die Politik macht in Europa die Lobby, nicht die Politiker.

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