Versicherer rechtfertigen Riester-Rente

Die stark umstrittene Riester-Rente wurde jetzt von der Versicherungsbranche als sehr „rentabel“ für die private Altersvorsorge verteidigt. Besonders für Familien und Geringverdiener sei dies eine gute Möglichkeit der Vorsorge, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft in Berlin erklärte. Aber auch Singles mit einem durchschnittlichen Einkommen würden, trotz aller Kritik, noch immer von der Riester-Vorsorge profitieren. Die aktuellen Beschwerden über den zu geringen Gewinn bei dieser staatlich unterstützten Anlageform, bezeichnete der Verband als „zum Teil auch politisch motivierte Anti-Riester-Kampagne“. Dabei hatte erst vor rund zwei Wochen das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) eine umfangreiche Analyse der Riester-Rente veröffentlicht, deren Bilanz so schlecht war, dass das DIW die Riester-Vorsorge grundsätzlich in Frage stellte und eine umfangreiche Reform der Riester-Sparanlagen forderte. Der Verband der Deutschen Versicherungswirtschaft wies die Kritik zurück und erklärte, dass bei der Gewinn-Berechnung dieser Anlageform auch die „wichtige rentabilitätssteigernde Wirkung der Riester-Zulagen“ berücksichtigt werden müsse, wie beispielsweise die Steuerersparnis für die eingezahlten Beträge. Dies jedoch ist eine vom Staat gezahlte Förderung, deren Gewinn nicht durch niedrigere Auszahlungen durch die Versicherungen geschmälert werden darf. Dies jedoch geschieht durch alle Versicherungsgesellschaften, so dass der staatliche Zuschuss letztlich nicht den sparwilligen Bürgern, sondern den Versicherungskonzernen zugute kommt – was nicht dem Sinn dieses Zuschusses entspricht und letztlich eine zusätzliche Belastung für den Steuerzahler, zugunsten der Versicherungskonzerne darstellt.

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