Stresstest: Jede zehnte Versicherung fällt durch

Die Ergebnisse des Stresstests für Versicherer, die jetzt von der Aufsichtsbehörde EIOPA in Frankfurt/Main veröffentlicht wurden, sind alarmierend. Mehr als 10 Prozent aller 221 getesteten Versicherungsfirmen, sind nicht ausreichend auf eventuelle finanzielle Engpässe vorbereitet. Damit fehlt ihnen die Finanzdecke, um die ab 2013 geltenden Regeln „Solvency II“ zu erfüllen. Eine Finanzkrise wie 2008 würden diese Firmen nicht überstehen, so dass die jeweilige Landesregierung für die fehlende Deckung aufkommen müssten – ein Zustand, den die meisten Regierungen zu vermeiden versuchen. Trotzdem gibt sich Gabriel Bernardino, der Erste Vorsitzende des EIOPA, optimistisch: „Der europäische Versicherungssektor bleibt im Ganzen robust“, beruhigt er die Anleger. Die Tests wären nur Annahmen und somit bestünde aktuell keine Gefahr für die Versicherten. Trotzdem kann man den betroffenen Versicherungsunternehmern den Vorwurf nicht ersparen, dass sie für einen kurzfristigen Gewinn, langfristig den Bestand ihrer Unternehmen gefährden. Dies wäre nicht mehr aktuell, wenn tatsächlich alle Vorstandsmitglieder der Versicherungskonzerne auch mit ihrem Privatvermögen haften müssten, bevor der Staat einspringt.

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