Schockbilder auf Tabakwaren beschlossen

Inzwischen hat auch das EU-Parlament die neuen Tabakvorschriften abgesegnet. Demnach müssen zukünftig alle Tabakwaren mit Schockbildern und weiteren Warnhinweisen bedruckt werden. Das soll vor allem junge Menschen davon abhalten, mit dem Rauchen anzufangen. Deswegen wird spätestens ab 2017 auf allen Packungen abschreckende Bilder, beispielsweise von schwarzen Lungen, verfaulten Füßen oder Kehlkopfkrebs zu sehen sein. Zusätzlich wird auf der Rückseite mindestens 65 Prozent der Fläche mit einem Warnhinweis bedruckt. Betroffen von der neuen Regelung sind nicht nur Zigarettenpackungen, sondern auch Pfeifen- oder Wasserpfeifentabak. Ausgenommen von der neuen Regelung sind dagegen Zigarren oder Zigarillos, obwohl diese in der Regel mehr Schadstoffe enthalten, als Zigaretten, oder Pfeifentabak, der normalerweise nicht inhaliert wird. Maßgeblich dafür war die Tatsache, dass Zigarren und Zigarillos bei Jugendlichen weniger beliebt sind und deshalb kaum als Einstiegstabakwaren gelten. Festgelegt ist in den neuen Tabakvorschriften auch, dass zukünftig E-Zigaretten als Medikamente verkauft werden dürfen, wenn ein entsprechender Nutzen dargelegt werden kann. Davon abgesehen unterliegen sie auch weiterhin den selben Werbebeschränkungen, wie alle traditionellen Tabakprodukte. Grünenpolitikerin Rebecca Harms betonte die Wichtigkeit der EU-Regelung, da das Rauchen pro Jahr rund 700.000 frühzeitige Todesfälle verursacht.

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