Online Vergleichsportale machen den Versicherern das Leben schwer

Versicherungsgesellschaften müssen, seit der flächendeckenden Internetnutzung in Deutschland, online vor allem ihre günstige Tarife anbieten. Unzählige Vergleichsportale gestatten es inzwischen den Versicherungsnehmern, mit nur wenigen Klicks, die jeweils profitabelste oder günstigste Versicherung auszuwählen. Gerade der November ist der traditionelle Wechselmonat, beispielsweise für Kfz-Versicherungen. Doch ein Großteil der bestehenden Verträge ist noch direkt bei einem Makler oder Vertreter abgeschlossen worden. Deshalb können viele der Kunden bis zu mehreren hundert Euro jährlich sparen, wenn sie die Angebote online vergleichen, ohne von einem Verkäufer beeinflusst zu werden. In der Regel reicht es schon, die Fahrzeug- und Halterdaten einzugeben und die gewünschten Leistungen anzuklicken, um den dafür günstigsten Tarif angeboten zu bekommen. Für Versicherungsgesellschaften bedeutet das, ihre Tarifberechnungen stärker an denen der Konkurrenz zu orientieren. Denn wer in den Ranglisten der Vergleichsportale nicht auf den oberen Plätzen steht, hat kaum noch eine Chance, Kunden online zu gewinnen. „Versicherer sollten es wenigstens unter die Top sieben schaffen, dort werden 85 Prozent des Geschäfts gemacht“, erklärt der Leiter der Versicherungsberatung bei der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft PwC, Hendrik Jahn. Fast 1,5 Millionen Verträge werden aktuell in Deutschland online abgeschlossen. Neben den bereits bestehenden Vergleichsportalen, plant derzeit auch Google weltweit in das lukrative Geschäft der Kundenwerbung für Versicherungen einzusteigen.

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