Die OECD kritisiert die deutsche Rentenreform

OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit, hat die Änderung des deutschen Rentengesetzes stark kritisiert. „Die Zeiten, in denen Deutschland international als gutes Beispiel für die Gestaltung der Rentensysteme galt, sind mit den neuesten Beschlüssen vorbei“, erklärt der Generalsekretär der OECD, Angel Gurría, in einem Interview gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Anlass der Kritik ist die Einführung der Mütterrente. Diese sei, so die OECD, eine unnötige Belastung für die nächste Generation. Auch die heutigen Rentner würden darunter leiden, da sich dadurch die Möglichkeiten späterer Rentenanpassungen an die Inflation verringern. Die Bundesregierung hatte Anfang des Jahres die Mütterrente eingeführt, die Erwerbsminderungsrente erhöht und gleichzeitig die Option, ab dem 63. Lebensjahr abschlagfrei in Rente zu gehen, beibehalten. Kanzlerin Merkel ist gestern nach Paris gereist, wo sie unter anderem den Sitz des OECD besucht hat.

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