Armut begünstigt Wohlstandskrankheiten

Obwohl das Verständnis um die Notwendigkeit einer angemessenen Lebensweise für die Erhaltung der Gesundheit bei den meisten Menschen gewachsen ist, leiden immer mehr Menschen an sogenannten Wohlstandskrankheiten. Allein an zu hohem Blutdruck erkrankt weltweit schon jeder Dritte. Dieser ist die Hauptursache für Schlaganfall und Herzinfarkt. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Menschen mit Übergewicht seit 1980 verdoppelt. An der davon verursachten Diabetes leiden inzwischen weltweit zehn Prozent. Die Weltgesundheitsorganisation hat eine ausführlichen Statistik erstellt und die Häufigkeit der einzelnen Wohlstandskrankheiten, aufgeschlüsselt nach Ländern, veröffentlicht. Dabei zeigt sich, dass es vor allem die ärmeren Länder sind, in denen die Gefahr besonders hoch ist. So hat in Nigeria rund 50 Prozent der Bevölkerung mit hohem Blutdruck und dessen Folgen zu kämpfen, während es in Kanada – das über ein höheres Einkommen pro Person verfügt – nur 20 Prozent sind. Da ein höheres Einkommen in der Regel auch mit einem höheren Bildungsstand einhergeht, lassen die Zahlen darauf schließen, dass diese Probleme mit einer besseren Aufklärung gemildert werden könnten. Ein ähnliches Gefälle wurde bereits innerhalb Deutschlands zwischen Gering- und Besserverdienenden festgestellt.

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