Videospiele im Altersheim?

Videospiele machen nicht nur Spaß, sie halten auch das Gehirn im Alter fit. In Japan werden deshalb Videospiele bereits als Pilotprojekt, in einem Altersheimen eingesetzt. Das Tagespflegeheim arbeitet zusammen mit der Firma Namco Bandai, die mit dem Videospiel ‚PicMan‘ eine neue Spiele-Ära startete. Inzwischen entwickelt Namco Bandai auch speziell auf ältere Menschen zugeschnittene Video- und Computerspiele. Diese sind so konzipiert, dass damit gleichzeitig das Gehirn, die Reflexe und die Muskeln der Spieler trainiert werden. Während bisher Videospiele weitestgehend im Sitzen gespielt wurden, bieten bessere Technologien, wie beispielsweise Bewegungssensoren, mehr Möglichkeiten des körperlichen Einsatzes. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Wir bieten Unterhaltung, so dass die Senioren den ganzen Tag mit Spiel und Spaß verbringen und richtig müde sind, wenn sie nach Hause zurück kehren“, erläutert der Firmenchef der Geschäftsführenden Kaikaya Ltd. Die dafür eingesetzten Computerspiele helfen den 80 bis 90-jährigen Tagesbesuchern des Pflegeheims, denen es sonst an ausreichend Bewegung und Anreiz fehlt, aktiv zu bleiben. Shinichiro Takasugi, Mediziner der Universitätsklinik Kyushu, ist begeistert von den Resultaten: „Das Spiel ist ein wirksames Werkzeug, um die Stimmung älterer Menschen aufzuhellen, die tendenziell zuhause bleiben und sich vom sozialen Leben zurückziehen“, sagt er. „Es kann auch dazu beitragen, dass sie sich auf möglicherweise sonst langweilige Reha-Übungen einlassen.“

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