UNODC warnt vor Designerdrogen

Die Vereinten Nationen warnen vor dem steigenden Konsum von Designerdrogen. „Heute sind es die neuen psychoaktiven Substanzen, die uns vor Herausforderungen stellen“, konstatieren die Autoren des Jahresberichtes des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC). Problematisch ist, dass die neuen, als Drogen genutzten Substanzen leicht legal, zum Beispiel als Stimmungsaufheller, Räuchermittel, Badezusätze oder Gewürze erhältlich sind. Durch die Nutzung des Internets für deren Vertrieb hat sich die Zahl der angebotenen psychotropen Substanzen vervielfacht, so dass die Behörden kaum noch damit hinterher kommen, diese auf ihre Schädlichkeit hin zu prüfen und zu verbieten. Wie schon am Beispiel des chemischen Ersatz-Cannabis „Spice“ zu sehen war, brauchen die zuständigen Ämter viel länger um einen unumstößlichen Nachweis für die Gefährlichkeit einer Droge zu erstellen, als die Anbieter dafür, durch eine Änderung der Zusammensetzung eine neue Droge herzustellen. In den vergangenen drei Jahren stieg die Zahl synthetischer Drogensorten um über 50 Prozent. „Das internationale Drogenkontrollsystem gerät erstmals durch die Geschwindigkeit und die Kreativität dieses Phänomens ins Schwimmen“, warnte UNODC, bei der Veröffentlichung des Jahresberichts. Zudem lassen sich viele als Drogen genutzte Substanzen auch nur schwer verbieten, weil ihre Zweckbestimmung eine völlig andere ist. Auch die Langzeitfolgen sind bei den meisten dieser Designerdrogen noch unbekannt. Noch ist zwar Cannabis die am weitesten verbreitete Droge, doch dies ändert sich allmählich, zugunsten von Amphetaminen, wie Exstasy. Auch hat sich in den letzten Jahren die Menge der in die EU eingeführten Drogen erhöht. Vor allem Afrika und Asien sind Hauptlieferanten von Drogen aller Art.

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