Enormer Vertrauensverlust bei Organspenden

Die Stiftung für Organtransplantationen (DSO) beklagen den Vertrauensverlust bei Organspenden. Aufgrund einiger, im letzten Jahr bekannt gewordenen Manipulationen, bei Lebensmitteltransplantationen in Marburg, hat sich ein zu großer Teil der Deutschen gegen eine Spende entschieden. Das ist zwar verständlich, doch schaden sie damit nicht den Schuldigen der aufgedeckten Straftaten, sondern denjenigen, die auf Hilfe angewiesen sind und ohne ein Spenderorgan sterben. Der scheidende Vorstandsvorsitzende der DSO, Rainer Hess, forderte transparentere Verfahrensweisen, damit das Vertrauen der Menschen zurück gewonnen werden kann. „Die Angehörigen der Spender und jeder Arzt müssen nachvollziehen können, was mit dem entnommenen Organen geschehen ist“, erklärt Hess. In einigen Jahrzehnten wird es möglich sein, alle benötigten Organe künstlich herzustellen. Bereits vor zwei Jahren ist es einem japanischen Forscher gelungen, einige Leberzellen in einem speziellen 3-D-Drucker zu modellieren. Bis es soweit ist, dass damit ein ganzes Organ produziert werden kann, wird es allerdings noch etliche Jahre dauern, weshalb freiwillige Organspenden noch immer lebenswichtig für die Betroffenen sind.

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