Category: Vorsorge

Gefährliche Impflücke in Deutschland

Von , 10. Juli 2014 08:19

Wegen der wachsenden Impflücke in Deutschland, fordern Kinderärzte ein nationales Impfkonzept. Dessen Ziel sollte es sein, bei Kinderkrankheiten wie Masern, Röteln, Keuchhusten oder Mumps, eine mindestens 95-prozentige Durchimpfungsrate zu erreichen, um einen Ausbruch dieser inzwischen unnötigen Kinderkrankheiten zu verhindern. Der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Wolfram Hartman, erklärte, dass die bisherige Vorgehensweise der freiwilligen Impfung gescheitert ist. Deshalb sind jetzt “weitergehende Maßnahmen, zum Schutz der Kinder erforderlich”. Da in den vergangenen Jahrzehnten, durch die bis vor einigen Jahren regelmäßigen Impfungen, viele gefährliche Kinderkrankheiten immer seltener auftreten, fürchten etliche Eltern mehr die Risiken der Impfung, als die Krankheit selbst, die damit vermieden werden soll. Dadurch ist die Impfrate bei etlichen fast schon ausgemerzten Krankheiten, wie beispielsweise Masern, so stark verringert, dass die Zahl der Erkrankungen wieder steigt. Alle bisherigen Bemühungen die Impfverweigerer zu überzeugen, hatten keinen Erfolg, weshalb es allein im vergangenen Jahr wieder 1775 Masernfälle in Deutschland gab. Ursprünglich hatte sich Deutschland verpflichtet, bis zum Jahr 2010 die Masern auszurotten. Erst dann, wenn über mehrere Jahre keine weiteren Masernerkrankungen aufgetreten sind, könnten die Impfungen eingestellt werden.

Ärztepräsident fordert Einschränkung bei Vorsorgeuntersuchungen

Von , 30. Mai 2014 11:17

Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery, kritisierte die wachsende Zahl an Vorsorgeuntersuchungen. Seiner Meinung nach ist ein Großteil der Präventivmaßnahmen überflüssig. “Wir müssen Nutzen und Risiko der Vorsorgeuntersuchungen stärker hinterfragen als bisher”, erklärte er in einem Interview mit der “Berliner Zeitung”. Er argumentiert mit Studien die ergäben hätten, dass Screeningprogramme die Zahl der Todesfälle nur geringfügig senken würden. Zudem werden derartige Tests in erster Linie von Menschen genutzt, die sich ohnehin verstärkt um ihre Gesundheit kümmern. Montgomery fordert deshalb eine Analyse aller über Vorsorgeuntersuchungen vorhandenen Statistiken. Unterstützt wird er darin vom GKV-Spitzenverband, der im Interesse der gesetzlichen Krankenversicherungen, die gern ihre Kosten für diese Maßnahmen verringern würden, auf verschiedene Negativ-Ergebnisse verweist. “Nichts ist in Stein gemeißelt, und jede ärztliche Routine sollte von Zeit zu Zeit hinterfragt werden”, erklärte der GKV-Sprecher, Florian Lanz. Auch der Nutzen der verschiedenen Vorsorgeuntersuchungen muss hinterfragt und gegebenenfalls neu bewertet werden können. Montgomery: “Man kann derartige Debatten heutzutage nur in völliger Transparenz und Offenheit führen”.

Die richtige Lebensversicherung finden..

Von , 16. Mai 2014 11:21

Die Versicherungssumme, die ein Versicherungsnehmer nach 30 Jahren Laufzeit aus einer kapitalbildenden Lebensversicherung erzielen kann, unterscheidet sich, je nach Anbieter und Police, um bis zu 30.000 Euro. Für Kunden ist es allerdings auf den ersten Blick nicht immer leicht zu erkennen, welche Police die für sie lukrativste ist. Circa 93 Millionen Lebensversicherungsverträge gibt es derzeit in Deutschland. Damit sind Lebensversicherungen noch immer die beliebtesten Geldanlagen der Deutschen, deren Sicherheitsbedürfnis bei Geldanlagen, im Vergleich mit den europäischen Nachbarn, relativ hoch ist. Dafür nehmen sie auch geringere Verzinsungen in Kauf. Allerdings lohnt es sich auch bei LV-Verträgen, etwas genauer hinzuschauen. Verglichen werden müssen die angebotene Zinshöhe, die abgezogene Vertragsabschlussgebühr und die laufenden Verwaltungskosten, die ebenfalls von der Rendite subtrahiert wird. Kosten sparen lässt sich für Kunden beispielsweise, wenn sie sich für eine jährliche Zahlungsweise entscheiden, da die meisten Versicherungen für die übliche monatliche Ratenzahlung mindestens fünf Prozent Gebühren berechnen. Außerdem wird nur ein Teil des eingezahlten Betrages, bei kapitalbildenden Lebensversicherungen angespart und verzinst. Der Rest fließt in die Todesfallabsicherung und wird nur fällig, wenn der Versicherungsnehmer stirbt. Eine kapitalbildende Lebensversicherung lohnt sich also nur, wenn, neben dem Sparziel, auch noch Familie oder Freunde mit abgesichert werden sollen. Ist diese Absicherung sekundär und das Hauptziel eine möglichst hohe Sparsumme, sollte der Sparanteil auch höher angesetzt werden. Eine höhere Endsumme ist mit einer fondsgebundenen Lebensversicherung möglich. Bei dieser fließt der Sparanteil in verschiedene Aktienfonds, wodurch sich zwar das Risiko etwas erhöht, aber auch die Rendite. Verringern lässt sich das Risiko durch die Vereinbarung eines Garantiezinses, den allerdings nicht mehr alle Versicherungen anbieten. Auch ist er mit rund 1,5 bis 2,5 Prozent, nicht sonderlich hoch und die Ablaufleisteung verringert sich, da das Versicherungsunternehmen damit rechnerisch einen möglichen Unternehmensverlust ausgleicht. Zwei Drittel aller abgeschlossenen Lebensversicherungsverträge werden vorzeitig wieder gekündigt, wobei der Sparer, durch die Kosten der Abschlussgebühr, erhebliche finanzielle Einbußen hinnehmen muss. Um das möglichst zu vermeiden, lohnt es sich, die online angebotenen Vergleichsportale zu nutzen und vorab genau zu prüfen, welche Versicherung am besten geeignet ist und die größte Auszahlungssumme erwirtschaftet.

Deutsche erwarten schlechtere Gesundheitsvorsorge

Von , 7. April 2014 08:05

Der Finanzdienstleister MLP hat, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach, eine Studie über die erwartete Entwicklung des deutschen Gesundheitswesens erstellt. Mit 79 Prozent bewerten vier von fünf der Befragten das aktuelle Gesundheitssystem bisher aber noch als gut bis sehr gut. Bemängelt werden vor allem die oft langen Wartezeiten und die zu langwierige Terminvergabe, vieler Fachärzte. Die von der Regierung geplante zentrale Terminvergabestelle halten aber weniger als die Hälfte der Deutschen für nützlich. Obwohl sich die befragten Ärzte und Patienten durchschnittlich positiv über die aktuelle Situation äußerten, gaben sie doch an, für die Zukunft erhebliche Verschlechterungen zu erwarten. Sie befürchten vor allem eine Verschärfung der schon sichtbaren Zwei-Klassen-Medizin. Zudem sind sie besorgt über die wachsende Zahl an Klinikschließungen und den flächendeckenden Personalabbau. Ein Drittel der Patienten und zwei Drittel der Ärzte denken, dass es innerhalb der nächsten zehn Jahre gravierende Verschlechterungen in der medizinischen Versorgung geben wird. Die Mehrheit der Befragten glaubt, dass zukünftig nur noch eine medizinische Grundversorgung von den Kassen übernommen wird und sie den größten Teil anfallender Kosten selbst tragen müssen. Schon jetzt müssen viele Ärzte notwendige Therapien aus Kostengründen verschieben. Außerdem fürchten sie eine weitere Einschränkung ihrer Therapiefreiheit. Befragt wurden für diesen Gesundheitsreport 500 Ärzte und 2100 Patienten.

Steigende Todesrate bei Pflegepersonalmangel

Von , 2. März 2014 12:05

Im Fachmagazin “Lancet” wurde jetzt das Ergebnis einer Untersuchung über mögliche Todesrisiken an Kliniken veröffentlicht. Dafür werteten die Forscher 420.000 Patientendaten aus neun europäischen Staaten aus. Demnach gibt es eine signifikante Korrelation zwischen der Todesrate in Krankenhäusern und der Arbeitsbelastung des jeweiligen Pflegepersonals. Dabei zeigte sich, dass die Todesrate mit der Arbeitsbelastung steigt. Verglichen wurden die Todesfälle bei Patienten mit einfachen chirurgischen Eingriffen, wie Blinddarm-, Hüft- oder Knieoperationen. Deren Todesrate ist mit 1 bis 1,5 Prozent relativ niedrig. In Kliniken jedoch, in denen nicht ausreichend Krankenschwestern vorhanden oder diese nicht gut ausgebildet waren, stieg die Zahl bis auf das siebenfache. So ist das Todesfallrisiko um circa ein Drittel geringer, wenn sich jede Krankenschwester um sechs Patienten kümmern muss und mindestens 60 Prozent der Krankenschwestern und Pfleger einen Hochschulabschluss haben, als in Kliniken, in denen auf jede Krankenschwester acht Patienten kommen und nur 30 Prozent des Pflegepersonals eine gute Ausbildung hat. Die ausgewerteten Daten stammen aus der Schweiz, Schweden, Norwegen, Finnland, Spanien, Irland, Großbritannien, Belgien und den Niederlanden. Die Ergebnisse sind jedoch allgemeingültig.