Category: Gesundheit

GKV: Einkommensprüfung für Familienversicherung

Von , 3. Februar 2012 11:17

Aktuell prüfen viele gesetzliche Krankenversicherungen, ob die kostenfreie Familienversicherung noch von den Kassen übernommen werden muss. Dafür wird das Einkommen der angemeldeten Kinder auch bei Minderjährigkeit überprüft. So gibt es alle drei Jahre eine entsprechende Prüfung bei Kindern unter 15 Jahren und ab diesem Alter eine jährliche Kontrolle der möglichen Einnahmen. Eltern sollten wissen, dass die kostenlose Familienversicherung für Kinder oder Ehepartner nur gewährt wird, so lange deren monatlichen Einkünfte 2011 365 Euro nicht überschreiten. Ab 2012 liegt die Einkommensgrenze bei 375 Euro. Als Ausnahme werden lediglich 400,- Euro-Jobs zugelassen. In dem Fall dürfen die Betroffenen auch bis 400,- Euro verdienen. Auch eine kurzfristige Überschreitung der monatlichen Einkünfte, jedoch maximal für zwei Monate, wird von den gesetzlichen Krankenkassen akzeptiert. Beachtet werden muss, dass ebenfalls Geldgeschenke an Kinder, zum Beispiel in Form von Aktien oder Bundesschatzbriefen, als Einkommen berechnet werden. Dafür anfallende Zinsen werden allerdings, auch wenn sie nur einmal im Jahr anfallen und deren Summe die Einkommensobergrenze überschreitet, rechnerisch auf das gesamte laufende Jahr verteilt. Für volljährige Kinder gilt als Obergrenze das vollendete 23. Lebensjahr. Bis dahin können sie bei den Eltern mitversichert werden, unabhängig davon, ob sie sich in der Ausbildung befinden, oder arbeitslos sind. Für Studenten und Schüler gilt, das sie bis zum Alter von 25 Jahren in der Familienversicherung verbleiben können. Auch hier gibt es eine Sonderregelung für Zivil- oder Wehrdienstleistende, die im Anschluss an ihre Dienstzeit studieren. Für sie verlängert sich die Zeit, in der sie familienversichert sein können, um die Dauer ihres Wehr- oder Zivildienstes.

Neues Gesetz zur Familienpflegezeit

Von , 25. Oktober 2011 15:48

Im Bundestag wurde jetzt ein neues Gesetz zur Familienpflegezeit beschlossen, dass am 1. Januar 2012 in Kraft treten wird. Demnach haben pflegende Angehörige jetzt mehr Rechtssicherheit, wenn sie aufgrund der zusätzlichen Belastung ihre Arbeitszeit reduzieren müssen. Das Gesetzt sieht vor, dass Betroffene ihre Arbeitszeit für maximal zwei Jahre um bis zu 50 Prozent verkürzen können und während dieser Zeit 75 Prozent ihres bisherigen Lohnes erhalten. Um die Arbeitgeber nicht zu stark zu belasten, müssen die Beschäftigten nach der Pflegezeit so lange Vollzeit für ebenfalls nur 75 Prozent des Gehaltes arbeiten, bis das Soll wieder ausgeglichen wurde. Bis dahin haben die Unternehmen die Möglichkeit, die höheren Kosten durch einen staatlichen zinslosen Kredit auszugleichen, den sie im Fall des Todes der Arbeitnehmer nicht zurückzahlen müssen. Allerdings haben die pflegenden Angehörigen keinen Rechtsanspruch auf die Pflegezeit, so dass sie von der Zustimmung der Unternehmen abhängig sind. Trotzdem bezeichnete die Bundesfamilienministerin, Kristina Schröder (CDU), von einem “innovativen Modell”, durch das wichtige Probleme gelöst würden. Auch sei die Familienpflegezeit durchaus attraktiv für kleine und mittelständische Unternehmer. Ein Forsaumfrage, in der fünfzig Prozent der befragten Unternehmer das Gesetz als unzureichend kritisierte, bestätigt dies allerdings nicht. Für Betroffene und Sozialverbände ist vor allem der fehlende Rechtsanspruch kritikwürdig. Freiwillige Vereinbarungen dieser Art gibt es bereits in vielen Betrieben. Gerade wenn Firmen nicht zu Konzessionen bereit sind, wäre eine rechtliche Unterstützung der Pflegeangehörigen notwendig. Diese fehlt jedoch weiterhin. Die SPD-Abgeordnete Petra Crone verwies darauf, dass die Notwendigkeit einer Neuregelung bereits jetzt feststünde.

Zweite staatliche Krankenkasse insolvent

Von , 10. Oktober 2011 17:35

Nach der Schließung der City BKK, droht jetzt auch das Aus der BKK für Heilberufe, wie Ulrich Rosendahl, der Sprecher der BKK bekannt gab. Die Bochumer BKK hatte ihr ursprüngliches Angebot einer Übernahme wieder zurück gezogen. In einer Sondersitzung am 11. Oktober soll jetzt geklärt werden, ob noch andere Alternativen zur Verfügung stehen. Finden die Verantwortlichen keine Lösung aus der finanziellen Krise, muss die Versicherung bis Ende des Jahres geschlossen werden. Rund 120.000 Versicherte und 150 noch verbliebene Mitarbeiter wären von der Schließung betroffen. 90 Mitarbeiter mussten bereits in den vergangenen Wochen entlassen werden, um die Kosten zu reduzieren. Die City BKK war die erste staatliche Krankenkasse, die am 1. Juli dieses Jahres geschlossen worden war. Ihre Mitglieder hatten trotz diesbezüglicher gesetzlicher Absicherung große Schwierigkeiten, in andere Kassen aufgenommen zu werden. Mit ähnlichen Problemen müssen vermutlich die Mitglieder der BKK für Heilberufe rechnen, falls die Kasse tatsächlich bis Ende 2011 geschlossen werden muss. Die endgültige Entscheidung über die Schließung wird vom Bundesversicherungsamt getroffen.

Thema Gesundheit wandert immer weiter ins Internet

Von , 31. August 2011 14:50

Wie Umfragen des Branchenverbandes ergaben, nutzt inzwischen schon fast jeder zweite Deutsche das Internet auch zur Recherche über Gesundheits- und medizinische Fragen. Mit Hilfe der Stichwortsuche von Google werden immer häufiger Gesundheitsseiten, Themen rund um die Ernährung, oder über Naturheilkunde gesucht und gelesen. Wie “Bitkom” ermittelte, haben sich 2010 rund 28 Millionen Bundesbürger im Internet über Gesundheitsthemen informiert. Vor fünf Jahren taten dies nur rund 50 Prozent der gesamten User. Das ist eine Steigerung des Interesses um 10 Prozent. Dies liegt vor allem daran, dass es für Deutsche immer selbstverständlicher wird, sich über das Internet über alle möglichen Themen zu informieren. Auch der Verkauf von Arzneimitteln über das Internet wächst kontinuierlich. Etwa neun Millionen deutsche User ab 14 Jahren haben schon mindestens ein Mal in einer Online-Apotheke eingekauft. Durch die wachsende Erfahrung lernen sie allmählich, welchen Seiten sie vertrauen können und werden im Umgang mit dem neuen Medium sicherer. Ungefähr 74 Prozent aller erwachsenen Deutschen haben inzwischen einen Internetanschluss, den sie auch regelmäßig nutzen. Nicht berücksichtigt wurde dabei die wachsende Zahl der internetfähigen Smartphones, über die ebenfalls immer mehr Menschen ins Internet kommen. In den vergangenen fünf Jahren erhöhte sich die Anzahl der Internetnutzer von 34 auf rund 50 Prozent. Gewertet wurden dafür User zwischen 16 und 74.

Neue Fusionsgespräche zwischen BKK und DAK

Von , 26. August 2011 12:30

Die Krankenkasse DAK lies jetzt bekannt geben, dass sie die Verhandlungen über eine mögliche Fusionierung mit der BKK wieder aufgenommen haben. Dies teilte ein DAK-Sprecher in einem Interview durch das “Handelsblatt” mit. “Wir sondieren, ob es passt und ob wir eine gemeinsame Perspektive haben”, zitiert die Zeitung den DAK-Mitarbeiter. Schon im letzten Jahr hatte es erste Sondierungsgespräche für eine Vereinigung beider Krankenkassen gegeben. Diese waren jedoch, kurz nach deren Bekanntwerden, wieder abgebrochen worden. Die DAK verfügt über 6,4 Millionen, die BKK über 1,5 Millionen Versicherte. Durch eine Fusionierung beider Kassen würde die entstehende Versicherung zehn Prozent aller Deutschen Krankenversicherten betreuen. Die Verantwortlichen beider Gesellschaften betonen aber, dass die Gespräche “ergebnisoffen” geführt würden.